Altes Haus: Für heute und morgen passend sanieren

Ihr Haus ist in die Jahre gekommen oder Sie haben gerade eine ältere Immobilie gekauft oder geerbt? Dann stehen vielleicht nur einzelne Maßnahmen an, um Schäden an der Bausubstanz zu beseitigen. Wahrscheinlich entsprechen Gebäude und Haustechnik aber auch nicht den heutigen Standards für Komfort, Energieeffizienz und Klimaschutz. Und ebenso häufig genügen die alten Grundrisse nicht mehr den veränderten Wohnbedürfnissen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die EnergiekompetenzOstalb geben Tipps zum Energiesparen und klärt über Sanierungsmaßnahmen auf, die gut zu den wechselnden Anforderungen in unterschiedlichen Lebensphasen und zu vielfältigen Lebensmodellen passen.

 

Finden Sie zuerst heraus, was Ihnen wichtig ist

Wollen Sie in Ihrem Haus möglichst lange bleiben? Dann lohnen sich vielleicht umfangreiche Sanierungsmaßnahmen für barrierefreies Wohnen. Sie möchten sich nicht selbst ums Lüften und Heizen kümmern? Und möglicherweise erneuerbare Energien nutzen, um Ihr Elektroauto über die eigene Photovoltaikanlage aufzuladen? Dann rentiert sich möglicherweise die Investition in ein intelligentes Energiemanagement. Wichtig ist außerdem: werden später einmal statt vier bis sechs Personen nur noch eine oder zwei das Haus bewohnen? Dazu wäre es gut, wenn der Grundriss auch für eine Teilung oder für eine Hausgemeinschaft mit getrennter Heizungs-, Strom- und Wasserversorgung sowie deren Abrechnung taugt.

 

Haustüre erneuern

Alte Haustüren sind meist undicht und der Einbruchschutz ist unzureichend. Die neue Haustür soll viele Jahrzehnte halten. Um Heizkosten zu sparen sollte ein guter Wärmeschutz selbstverständlich sein. Für alle Situationen sind 0,90 oder 1,0 Meter breite Türen von Vorteil, bei dieser Breite passen sowohl Kinderwägen als auch große Möbel oder Rollstühle gut durch. Zusätzlich sollte der Griff gut erreichbar sein und gut in der Hand liegen. Haustüren der Widerstandsklassen RC2 oder RC3 bilden zudem einen guten mechanischen Einbruchschutz.

 

Fenster austauschen

Alte Fenster sind oft nur unzureichend isoliert. Sollen diese Fenster überarbeitet oder ausgetauscht werden, kommt es vor allem auf Energieeffizienz, Konstruktion und Material an. Schließlich sollen die „Neuen“ mehrere Jahrzehnte halten. Wichtig ist zudem ein guter Einbruchschutz, leichte Bedienbarkeit und ein außen angebrachter Sonnenschutz, um einer Überhitzung der Räume vorzubeugen.

 

Elektrik erneuern

Alte Elektroinstallationen können eine Gefahrenquelle darstellen. Bei alten Stromleitungen kann es, auch durch deutlich erhöhte Anforderungen, leicht zur Überlastung kommen. Moderne Beleuchtungs- und Nutzungskonzepte passen nicht mehr zu den alten Leitungsführungen und Steckdosen. Überlegen Sie, ob Sie auf intelligente Technik setzen möchten. Auch wenn Sie erst später auf die smarte Haustechnik umsteigen möchten, lohnt es sich für kabelgebundene Systeme heute schon, einen späteren Ausbau des Hauses durch Leerrohre vorzubereiten.

 

Heizung modernisieren

Steht aus gesetzlichen oder technischen Gründen oder im Zusammenhang mit umfangreichen Dämmmaßnahmen eine Heizungserneuerung an, sollten Sie sich Gedanken über die Bedienung und Wartung der Anlage machen. Eine automatische Steuerung, auch über ein mobiles Gerät kann zum Beispiel eine komfortable Lösung sein, entweder für die Heizkörper im gesamten Haus oder für einzelne Heizkreise. Bei Pelletheizungen sollte beispielsweise das Entleeren des Aschekastens möglichst einfach sein.

 

Förderung erhalten

Modernisierungsmaßnahmen, mit denen Sie Ihren Wohnkomfort und Ihre Sicherheit erhöhen sowie Barrieren reduzieren, werden durch Kredite und Zuschüsse gefördert. Bundesweit gibt es Förderprogramme beim BAFA für energetische Einzelmaßnahmen und durch die KfW-Bank mit dem Produkt „Altersgerecht umbauen“. Diese Programme sind zudem miteinander kombinierbar.